Iran: Der Kurdin Pakhshan Azizi droht die Hinrichtung
Pakhshan Azizi gehört der kurdischen Minderheit in Iran an. Ihr droht die Hinrichtung, nachdem das Teheraner Revolutionsgericht sie wegen "bewaffneter Rebellion gegen den Staat" (baghi) zum Tode verurteilte.
Pakhshan Azizi wurde im August 2023 festgenommen und im Juli 2024 verurteilt. Das Todesurteil basiert lediglich auf ihren friedlichen menschenrechtlichen und humanitären Aktivitäten. Sie leistete zwischen 2014 und 2022 humanitäre Hilfe für Frauen und Mädchen, die von der bewaffneten Gruppe "Islamischer Staat" vertrieben worden waren und sich in Lagern im Nordosten Syriens und in der irakischen Region Kurdistan aufhielten. Auch unter Folter hat sie stets bestritten, Verbindungen zu bewaffneten kurdischen Gruppen zu haben. Es wird befürchtet, dass ihr unmittelbar die Hinrichtung droht.
Bitte schreiben Sie bis 31. Oktober 2026 höflich formulierte Briefe an die Oberste Justizautorität und bitten Sie darum, Pakhshan Azizi nicht hinzurichten und ihr Todesurteil aufzuheben. Sie muss umgehend aus der Haft entlassen werden. Fordern Sie zudem, dass sie bis zu ihrer Freilassung angemessen medizinisch versorgt wird und regelmäßig Besuch von ihrer Familie und ihrem Rechtsbeistand erhalten darf. Dringen Sie darauf, dass Pakhshan Azizi vor weiterer Folter und Misshandlung geschützt und ihre Foltervorwürfe unabhängig und unparteiisch untersucht werden. Bitten Sie abschließend um die Verhängung eines offiziellen Hinrichtungsmoratoriums.
