Der Menschenrechtlerin Sharifeh Mohammadi droht unmittelbar die Hinrichtung
Der Menschenrechtlerin Sharifeh Mohammadi droht unmittelbar die Hinrichtung. Im Juni 2024 hatte ein Revolutionsgericht in Rascht die Arbeitsrechtlerin, Feministin und Gegnerin der Todesstrafe wegen angeblicher "bewaffneter Rebellion gegen den Staat" (baghi) zum Tode verurteilt. Nach der Festnahme war Sharifeh Mohammadi in einer Haftanstalt des Geheimdienstministeriums in Sanandaj mit verbundenen Augen gefoltert und misshandelt worden. Sharifeh Mohammadi ist jetzt im Gefängnis von Lakan in der Provinz Gilan inhaftiert. Ihr Verfahren war grob unfair.
Der Oberste Gerichtshof hob ihre Verurteilung wegen "bewaffneter Rebellion gegen den Staat" im Oktober 2024 auf und verwies ihren Fall zur erneuten Prüfung an die untere Instanz zurück. Bei dieser Prüfung am 19. Dezember 2024 verhängte die Abteilung 2 des Revolutionsgerichts in Rascht nach einer 30-minütigen Sitzung ein zweites Mal das Todesurteil. Sharifeh Mohammadi durfte nicht daran teilnehmen, ihr wurde lediglich eine 20-minütige Zuschaltung per Videokonferenz gestattet. Die Entscheidung über das Todesurteil teilte das Gericht Sharifeh Mohammadis Rechtsbeiständen am 13. Februar 2025 mit. In einem Medieninterview am 19. Februar wies eine*r von Sharifeh Mohammadis Anwält*innen auf Verfahrensmängel bei der Wiederaufnahme des Verfahrens hin, unter anderem darauf, dass die Behörden die Rechtsbeistände nicht ausreichend über den Verhandlungstermin informiert hatten.
Bitte schreiben Sie bis 30. September 2025 höflich formulierte Briefe an die Oberste Justizautorität und fordern Sie ihn auf, jegliche Pläne zur Hinrichtung von Sharifeh Mohammadi zu stoppen, den Schuldspruch und das Todesurteil aufzuheben und sie unverzüglich und bedingungslos freizulassen. Dringen Sie auch auf eine umgehende gründliche Untersuchung der Foltervorwürfe.
