Taiwan: Chiou Ho-shun seit 37 Jahren in der Todeszelle
Chiou Ho-shun sitzt seit 1989 in der Todeszelle. Ihm werden gemeinsam mit weiteren Personen ein Mord und eine Entführung zur Last gelegt.
Nach seinen Angaben, die durch jahrelange Ermittlungen von verschiedenen Seiten bestätigt wurden, quälte man ihn mit Elektroschocks, verband ihm die Augen, fesselte ihn und zwang ihn, auf Eis zu sitzen. Außerdem schlug man ihn während der Haft und des Verhörs mehrfach und goss ihm mit Pfeffer vermischtes Wasser in Mund und Nase. Die Staatsanwaltschaft verwendete die "Geständnisse" von Chiou Ho-shun und seinen Mitangeklagten als Nachweis für ihre Schuld, obwohl vor Gericht nie konkrete Beweise vorgelegt wurden, die Chiou Ho-shun mit den Verbrechen in Verbindung brachten. Die Strafverfahren waren so fehlerhaft, dass der Oberste Gerichtshof Taiwans elfmal eine Wiederaufnahme des Verfahrens anordnete. Dennoch bestätigte er 2011 erneut das Todesurteil gegen Chiou Ho-shun.
Chiou Ho-shun erklärte daraufhin, er verstehe nicht, "warum der Richter nicht den Mut hatte, das Urteil 'nicht schuldig' zu verkünden, wenn ich niemanden getötet habe". Auch 38 Jahre nach seiner ersten Verurteilung befindet sich Chiou Ho-shun immer noch in der Todeszelle. Seine Mutter und drei seiner Geschwister sind inzwischen gestorben. Er hat nur noch eine Schwester, mit der er in Kontakt ist.
Bitte schreiben Sie bis 30. Juni 2026 höflich formulierte Briefe an den Präsidenten und bitten Sie ihn, Chiou Ho-shun zu begnadigen, damit er nach 37 Jahren im Todestrakt aus der Haft entlassen wird.
